Das Anwesen veröffentlicht einen Schließungshinweis wegen Schäden an der Konstruktion. Eine Wiedereröffnung ist nicht bestätigt.
01 / DIE GESCHICHTE
Yester Castle: Geschichte und Highlights
Etwa eine Stunde durch den Wald, versteckte Ruinen und eine Halle, die der Legende nach Goblins erbaut haben. Yester Castle bei Gifford in East Lothian verbindet mittelalterliche Architektur mit Geschichten über Magie.
Von den Giffards zu den Hays
Die Geschichte des Anwesens beginnt vor den erhaltenen Steinbauten. 1166 bestätigte Wilhelm I., der Löwe, eine Landschenkung in Yester an Hugh Giffard. Das belegt den Grundbesitz, nicht das genaue Baujahr der heutigen Burg.
Die Goblin Hall wird als erhaltenes Untergeschoss eines Turms aus dem 13. Jahrhundert gedeutet. Bei späteren Veränderungen verschwand der obere Bau, und die Kammer wurde überdeckt. Die sichtbaren Mauern gehören deshalb verschiedenen Bauphasen an; der östliche Wohntrakt wird auf das Ende des 15. Jahrhunderts datiert.
Im 14. Jahrhundert gingen die Ländereien von den Giffards an die Familie Hay über, die über Jahrhunderte mit Yester verbunden blieb.
Zwischen Schottland und England
1311 wurde Yester von einem Burgverwalter gehalten, der dem englischen König Edward II. diente. Dieser Abschnitt der schottischen Unabhängigkeitskriege ist dokumentiert.
Besonders genaue Nachrichten gibt es für 1548. Am 24. Februar nahm Lord Grey of Wilton die Burg ein und übergab sie Sir George Douglas mit fünfzig Männern. Ende April berichtete Grey bereits von einer spanischen Besatzung, die den Engländern in Haddington Widerstand leistete: Offenbar hatten schottisch-französische Kräfte Yester zurückgewonnen. Im Juni erwähnte englische Korrespondenz einen bei Yester gefangenen Franzosen, was auf eine weitere englische Einnahme hinweist.
Das geschah während des Rough Wooing, des Krieges im Zusammenhang mit der erzwungenen Heirat zwischen Maria Stuart und dem englischen Thronfolger. Die heute stillen Ruinen waren damals Teil des Kampfes um East Lothian.
Was in der Goblin Hall erhalten ist
Die Kammer misst ungefähr 11,3 mal 4 m. Ihr spitzbogiges Steingewölbe wird durch kräftige Rippen verstärkt. Reste eines Kamins und Balkenlöcher für einen früheren Holzboden zeigen, dass der Raum genutzt und einst in zwei Ebenen unterteilt wurde.
Der Zweck einiger tiefer gelegener Durchgänge bleibt unklar. Die Bezeichnung als Brunnen ist eine historische Deutung, keine abschließend gesicherte Funktion.
Das Ende als Hauptwohnsitz
Im 16. Jahrhundert verlor Yester seine Funktion als Hauptwohnsitz; das genaue Datum bleibt unklar. Das ältere Inventar datiert die Aufgabe als Residenz auf die Zeit nach der Reformation. Das spätere Yester House ist eine andere Residenz und keine Wiederherstellung dieser Ruinen.
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