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01 / DIE GESCHICHTE
Dundonald Castle: Geschichte und Highlights
Über dem Dorf Dundonald in South Ayrshire erhebt sich eine mächtige steinerne Ruine. Dundonald Castle ist vor allem mit Robert II., dem ersten schottischen König aus dem Haus Stewart, verbunden. Doch lange vor seiner Regierungszeit wurde der Hügel bewohnt und befestigt. Siedlungen der Eisenzeit, frühmittelalterliche Anlagen und eine eindrucksvolle königliche Residenz folgten hier aufeinander. Die erhaltene Burg mit ihren großen Hallen und mächtigen Wänden erzählt mehr, als ihr dachloses Äußeres zunächst vermuten lässt.
Eine Anhöhe mit Jahrtausenden Geschichte
Archäologische Untersuchungen auf Castle Hill belegen menschliche Aktivitäten über 3.500 Jahre hinweg. Zu den Funden gehören Spuren der Keramikproduktion aus der späten Bronzezeit, runde Holzhäuser aus der Eisenzeit und eine später befestigte Siedlung. Der Name *Dundonald* bedeutet ungefähr „Festung des Donald“. Historic Environment Scotland hält es für möglich, dass er sich auf einen Herrscher namens Dyfnwal (Donald) aus dem Umfeld von Strathclyde bezieht. Das ist eine wissenschaftliche Deutung und keine sichere Identifikation eines bestimmten Königs.
Die erste mittelalterliche Burg war wahrscheinlich eine Erd-Holz-Anlage aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, als Walter, Steward of Scotland, die Macht seiner Familie ausbaute. Um 1260 ersetzte sie eine deutlich aufwendigere Steinburg, vermutlich unter Alexander, dem vierten High Steward. Ihr Grundriss war drachenförmig; zwei Toranlagen besaßen jeweils Zwillingstürme. Während der schottischen Unabhängigkeitskriege wurde diese Anlage schwer beschädigt. Nur wenig davon ist heute eindeutig sichtbar. Ein Teil des westlichen Torhauses ging in den späteren Bau ein. Ein Brunnen im Bereich des östlichen Tores erinnert ebenfalls an die ältere Burg.
Robert II. und die dritte Burg
Der heute erhaltene mächtige Turm wurde für Robert Stewart errichtet, der 1371 als Robert II. König wurde. HES datiert den Bau auf etwa 1371; die archäologische Denkmalbeschreibung hält sogar einen Baubeginn vor seiner Thronbesteigung für möglich. Es wäre daher zu einfach zu behaupten, die gesamte Burg sei erst nach der Krönung entstanden. Robert war ein Enkel Robert the Bruce und der Begründer der königlichen Stewart-Dynastie, die die schottische Geschichte lange prägen sollte.
Dundonald war nicht nur ein Verteidigungsbau. Hier empfing man Gäste, demonstrierte Status und übte Herrschaft aus. Der große rechteckige Turm besitzt drei Hauptgeschosse. Darin lagen zwei repräsentative Hallen übereinander — eine ungewöhnliche Anordnung, die öffentliche Festlichkeiten und privatere königliche Zusammenkünfte ermöglicht haben dürfte. Wappensteine an der Westfassade betonten den Rang der Familie. Ein südlicher Anbau könnte zusätzliche Räume geboten haben. 1390 starb Robert II. in Dundonald und verband den Ort dauerhaft mit dem Beginn der Stewart-Königslinie.
Castle
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