01 / DIE GESCHICHTE
Hermitage Castle: Geschichte und Highlights
Hermitage wirkt wie eine Burg, die jeden Besucher auf Abstand halten sollte. Massive Mauern mit kaum einem Fenster erheben sich in der offenen Landschaft von Liddesdale. Sie gehört zu den markantesten Festungen der Scottish Borders: karg, abgelegen und eng mit der bewegten Geschichte des Grenzlands verbunden.
Eine Festung zur Verteidigung
Die Ursprünge von Hermitage reichen ins 13. Jahrhundert zurück, doch die heute erhaltene Steinburg stammt größtenteils aus dem 14. Jahrhundert. In ihrem Inneren sind Teile eines älteren befestigten Wohnsitzes der Familie Dacre erhalten, den die Douglases später in eine wesentlich größere Anlage einbezogen. Besonders auffällig sind die mächtigen Bögen zwischen den Ecktürmen. Sie gehörten einst zu einem Verteidigungssystem mit einer hölzernen Wehrgalerie entlang der oberen Mauern.
Maria Stuart und Bothwell
Im Oktober 1566 ritt Maria Stuart von Jedburgh nach Hermitage, um den verwundeten James Hepburn, Earl of Bothwell, zu besuchen. Die Strecke betrug rund 25 Meilen, also etwa 40 Kilometer, pro Richtung. Nach ihrer Rückkehr erkrankte die Königin schwer. Der Besuch zählt zu den bekanntesten Ereignissen der Burggeschichte. Ihn lediglich als romantischen Ritt zu ihrem Geliebten darzustellen, geht jedoch über die gesicherten Erkenntnisse hinaus.